Von Sebastian Pfaff, Accessoire-Experte
Die Art und Weise, wie wir bezahlen, hat sich fundamental gewandelt. Bargeld weicht zunehmend kontaktlosen Karten und Mobile Payment. Diese Entwicklung macht klassische, unförmige Lederportemonnaies überflüssig und führt zu einem neuen Trend: dem Slim Wallet.
Gleichzeitig steigt jedoch auch die Notwendigkeit für Sicherheit. Kontaktloses Bezahlen ist bequem, bietet aber auch Datendieben neue Angriffspunkte. Ein modernes Wallet muss daher nicht nur schlank sein, sondern vor allem die enthaltenen Daten schützen.
In diesem Testbericht nehmen wir ein der populärsten RFID-Schutz Wallets genau unter die Lupe. Wir prüfen, wie sich das minimalistische Design im Alltag schlägt und ob die Aluminium-Konstruktion tatsächlich hält, was sie verspricht.
RFID (Radio-Frequency Identification) und NFC (Near Field Communication) sind die Technologien, die kontaktloses Bezahlen ermöglichen. Der Chip auf der Karte sendet Funkwellen aus, die von einem Lesegerät in unmittelbarer Nähe empfangen werden.
Beim sogenannten RFID-Skimming nutzen Kriminelle mobile, teils selbstgebaute Lesegeräte. Damit können sie im Vorbeigehen, z. B. im Gedränge an der Supermarktkasse oder am Bahnhof, die Daten Ihrer Karten auslesen. Da Funkwellen herkömmliche Leder- oder Stoffgeldbörsen durchdringen, bemerken Sie den Diebstahl oft erst später auf dem Kontoauszug.
Das getestete Wallet bricht radikal mit dem Design klassischer Geldbörsen. Es setzt auf strikten Minimalismus. Der Kern ist ein massiver Cardprotector aus eloxiertem Aluminium, der die Karten sicher umschließt. Darum legt sich eine flexible, extrem dehnbare Hülle aus Powernet-Textil.
Das Ergebnis ist ein Wallet, das kaum größer ist als eine Scheckkarte und mit nur 11 Millimetern Dicke selbst in die vorderen Hosentaschen passt, ohne unangenehm aufzufallen.
Beim Material geht der Hersteller keine Kompromisse ein. Das Aluminium ist extrem verwindungssteif und schützt die Karten davor, in der Tasche gebogen zu werden. Das verwendete Powernet-Textil ist eine Besonderheit: Es fühlt sich angenehm an, ist zu 100 % vegan und hat in unserem Test auch nach mehreren Wochen intensiver Nutzung nicht an Spannkraft verloren.
Das eigentliche Highlight ist jedoch der Auswurfmechanismus. Ein kleiner Hebel aus robustem Kunststoff befindet sich am unteren Ende des Aluminium-Kerns. Zieht man daran, gleiten die Karten durch einen gefederten Mechanismus stufenförmig heraus.
Das bedeutet: Man hat sofort Zugriff auf alle eingesteckten Karten und kann zielsicher die gewünschte Karte entnehmen, ohne erst in Fächern wühlen zu müssen.
Wie viel passt wirklich rein? Der Aluminium-Kern fasst laut Hersteller 4 geprägte (z. B. Kreditkarten) oder 6 flache Karten (z. B. Führerschein, Ausweis). In unserem Test hat sich dies bestätigt.
Das elastische Cover bietet zudem enormen Zusatzplatz. Wir konnten dort problemlos 4 weitere Karten sowie mehrere gefaltete Geldscheine unterbringen. Zwar ließen sich auch Münzen verstauen, jedoch raten wir davon ab, da das Wallet dafür nicht primär konzipiert ist und es das schlanke Profil beeinträchtigt.
Mit Abmessungen von ca. 10,2 cm x 6,3 cm x 1,1 cm und einem Gewicht von lediglich 52 Gramm setzt dieses Wallet Maßstäbe. Im Alltag bedeutet das, dass man oft kurz überprüfen muss, ob man das Portemonnaie überhaupt eingesteckt hat – so unauffällig liegt es in der Tasche.
Die wichtigste Funktion erfüllt der Aluminium-Kern. Aluminium wirkt als faradayscher Käfig. Das bedeutet, er schirmt das Innere komplett von elektromagnetischen Feldern ab. Die Karten im Inneren können nicht kommunizieren. Erst wenn sie über den Hebel zu etwa 3 Zentimetern ausgefahren werden, ist das kontaktlose Bezahlen möglich.
| Kriterium | Test-Modell | Modell A (Leder) | Modell B (Carbon) |
|---|---|---|---|
| Material | Alu + Textil | Echtleder | Carbonplatten |
| Karten (RFID-geschützt) | Bis 6 Karten | 0 - 4 Karten (Folien-Schutz) | 1 - 12 (geklemmt) |
| Karten-Zugriff | Mechanischer Auswurf | Händisches Ziehen | Schiebemechanismus per Finger |
| Münzfach | Im Textil-Cover | Meist mit Reißverschluss | Oft nicht vorhanden |
Moderne Bankkarten haben Funk-Chips (RFID/NFC) für kontaktloses Bezahlen eingebaut. Datendiebe können diese Daten mit Lesegeräten aus der Ferne stehlen. Der Aluminium-Protector blockiert diese Funkwellen und schützt Ihre Daten effektiv.
Der Aluminium-Kern fasst 4 Karten mit Prägung oder 6 flache Karten. Zusätzlich bietet das flexible Textil-Cover Platz für weitere 4 Karten oder etwas Bargeld.
Das Kernstück besteht aus robustem, eloxiertem Aluminium. Das äußere Cover wird aus hochwertigem Powernet-Textil (vegan) gefertigt, das seine Elastizität über Jahre hinweg behält.
An der Unterseite befindet sich ein kleiner, patentierter Hebel. Zieht man diesen, gleiten alle im Aluminium-Gehäuse befindlichen Karten stufenförmig gefächert heraus.
Geldscheine und Quittungen können problemlos in die elastische Hülle geschoben werden. Münzen finden prinzipiell auch Platz, jedoch ist das Wallet nicht primär als klassisches Münzfach konzipiert.
Die Textilhülle kann bei Bedarf abgenommen und bei 30°C in der Waschmaschine gereinigt werden. Das Aluminiumgehäuse wischen Sie einfach mit einem feuchten Tuch ab.
Bei Online-Bestellung erfolgt der Versand meist innerhalb von 1-3 Werktagen. Gemäß gesetzlichen Bestimmungen haben Sie zudem ein 14-tägiges Rückgaberecht, falls Ihnen das Wallet nicht gefällt.
Ja, in der Regel wird eine gesetzliche Gewährleistung sowie eine Herstellergarantie geboten, die oftmals nach einer einfachen Online-Registrierung verlängert werden kann.
(4.7 / 5 Sternen)
Wer Sicherheit für seine Daten sucht, ohne auf minimalistisches Design verzichten zu wollen, trifft mit diesem RFID-Schutz Wallet die richtige Wahl. Die Verarbeitung des Aluminiums ist herausragend, der Kartenmechanismus macht im Alltag Freude, und der Preis von 49€ ist für diese Qualität absolut gerechtfertigt.
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